Sonntag, 29. Oktober 2017

Jugendthriller [Rezension] Fallen Swan von Aleyna Clarke

Ein Thriller, mit einer guten Grundidee, als Einstieg in den Thrillerbereich für junge Leser super geeignet.

Infos zum Buch:

AutorIn: Aleyna Clarke
Titel: Fallen Swan: Der Mörder in dir
Format: Ebook
Genre: Thriller (auch für Jugendliche)
Umfang: 262 Seiten
Verlag: digi:tales (Arena Verlag)
Erscheinungstermin: 15. August 2017
Preis ebook: 3,99 €
ASIN: B0749NB4P7

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Melanie Heighvore lebt seinem dem tödlichen Unfall ihrer Mutter und ihres Bruders bei ihrer Tante in Kalifornien. Gleich neben ihnen lebt der Arzt Richard, der immer wieder über längere Zeiträume zu Forschungsarbeiten nach Kanada reist. Doch heute ist alles ganz anders, Melanie kommt benommen zu sich, in ihrer Hand hält sie ein blutiges Messer und vor sich findet sie Richard, erstochen. Melanie hat keinerlei Erinnerungen daran, was passiert sein könnte und weil Richards Sohn ausgerechnet jetzt das Haus betritt, bleibt ihr nur noch die Flucht. Melanie flieht zu ihrer Freundin Verena und von dort aus geht es mit dem Auto von Verenas Bruder weiter. Während der Flucht offenbart Melanie Verena ihren Verdacht, sie glaubt, sie hätte die Tat nicht wirklich begangen, sondern wurde von jemand anderem mental gelenkt. Doch wie soll sie das beweisen?


Ein wirklich wunderschönes Cover, das gleich beim ersten Blick die Aufmerksamkeit auf sich zieht und auch der Gedanke, der hinter der Geschichte steckt, klingt interessant und auch ungewöhnlich. Der Einstieg in den Thriller fiel mir ebenfalls sehr leicht, da die Autorin einen guten, flüssigen und auch leicht verständlichen Schreibstil verfügt. Man merkt diesem Buch allerdings auch sehr gut an, dass es über einen längeren Zeitraum geschrieben wurde, denn je weiter die Geschichte voranschreitet, desto besser hat mir das Geschriebene auch gefallen. Man spürt schon hier eine deutliche Entwicklung der Autorin.
Dank des sehr flüssigen Schreibstils, ist man auch schnell durch die Geschichte, aber was mich hier etwas störte: es lief alles zu glatt. Die Protagonistin kommt immer wieder in schwierige Situationen und doch gelingt es ihr immer wieder, daraus hervorzukommen, ohne wirkliche Probleme, die es zu lösen galt. Somit würde ich das Buch auch eher als Jugendbuch deklarieren und finde es vor allem perfekt für den jüngeren Leser oder diejenigen, die sich einfach einmal einem anderen Genre widmen möchten. 
Was die Handlung an sich angeht, fand ich die Grundidee hier richtig super. Die mentale Übernahme einer anderen Person klingt richtig gut und auch den ein oder anderen Weg, den die Autorin hier einschlägt, wurde interessant, verlief aber zu schnell im Sande. Hier hätte es mir sehr gut gefallen, hätte man mehr über die Forschungsarbeiten von Melanies Nachbarn erfahren.
Die Geschichte wird in erster Linie aus der Perspektive der Protagonistin Melanie erzählt, doch immer mal wieder erhält der Leser Einblick in die Handlungen und Gedanken einer unbekannten Person. Das machte die Handlung spannender, denn man hat natürlich hier so seine Vermutungen, wer dahinter stecken könnte.
Die Charaktere waren soweit vorstellbar und die Protagonistin Melanie handelt hier auch ihrem Alter entsprechend. Sie ist noch recht naiv und geht an manches blauäugig heran, aber gerade diese Handlungsweise machte sie auch wieder zu dem Teenager, der sie ja auch ist. Sam, der Sohn des ermordeten Richard, war sehr sympathisch, allerdings hätte er gerade zu Beginn des Kennenlernens zwischen ihm und Melanie ein wenig länger skeptisch bleiben können. Trotzdem bleibt er an Melanies Seite, hält zu ihr, wenn es schwierig wird und beginnt selber ebenfalls mit Nachforschungen.
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch einige Nebencharaktere, wie z. B. Melanies beste Freundin oder ihren Gegenspieler. Sie wirkten an den passenden Stellen auf die Handlung ein und bleiben ihren Rollen, ohne großartige Überraschungen, treu.


Alles in allem ein Thriller, den ich deutlich in den Bereich Jugendthriller ansetzen würde. Hier und da gibt es zwar kleinere Mängel, der Schreibstil aber lässt auf einiges hoffen. Dieser ist nämlich sehr flüssig und gut zu lesen und man merkt allein schon innerhalb der Geschichte eine deutliche Weiterentwicklung der jungen Autorin. Die Charaktere handeln hier ihrem Alter entsprechend und auch wenn man hier ruhig noch ein wenig mehr in die Tiefe gehen kann, bleiben sie doch vorstellbar. Diese Geschichte an für sich wirkte in sich abgeschlossen und doch kann man auf Grund des Endes schon erkennen, dass hier noch Raum für eine Fortsetzung bleibt.

Kommentare:

  1. Hey Silke!

    Das Cover sieht wirklich richtig gut aus und macht schon vom ansehen neugierig. Thriller ist nicht unbedingt mein Genre, aber die Sache mit dem mentalen Lenken finde ich sehr interessant. Die Autorin kenne ich auch nicht, aber werde sie mal im Auge behalten. :-)

    LG
    Tilly

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    1. Hallo Tilly,

      oh ja, das Cover fand ich auch richtig gelungen. Wir machen diese Woche noch eine Blogtour zu dem Buch, vielleicht magst du mal vorbeischauen? :)

      Die Autorin ist auch noch sehr jung und dieses Buch ist ihr Debüt.

      Liebe Grüße
      Silke

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